Seelenanteilrückholungen und vorbereitende sowie begleitende schamanische Techniken

Eine sehr tiefgehende und anrührende Einzelarbeit: aus schamanischer Sicht führen psychische oder physische Traumata (Unfälle, schwere Krankheiten, intensive Streßsituationen, Erniedrigungen, Demütigungen und Übergriff-Erfahrungen) fast immer zu einer schockbedingten Ablösungen eines Teils der seelischen Kräfte.

Abspaltung von Seelenteilen
Dieses "Abspalten" von Seelenanteilen gehört zum psychisch-geistigen Repertoire, um unerträgliche Schmerzen und Ängste zu betäuben, ist also zunächst einmal eine sinnvolle Reaktion. Wenn aber solche Verletzungen nicht ausreichend oder - wie häufig - überhaupt nicht behandelt werden, bleiben die abgespaltenen Teile wie in einem Zeit-Gefängnis in einer Art Starre eingesperrt und können nicht reintegriert werden.

Kompensation und Lebensmuster
Die Betroffenen kompensieren das Fehlen der Seelenanteile mithilfe von Vermeidungsstrategien, die komplexe Lebensmuster bilden. Zumeist sind sie sich dadurch des Verlusts nur auf unklare Weise bewußt. Erschöpfungszustände, fortgesetzte Ängste, physische Krankheiten, Depressionen, Suizidtendenzen und Beziehungsstörungen sind oft schwerwiegende Folgen.

Vorgespräch
Häufig kommen Menschen mit solchen Jahre- bis Jahrzehnte alten seelischen Verletzungen zu mir und wünschen eine Heilung. In einem ausführlichen Gespräch im vertrauensvollen und schamanisch geschütztem Rahmen sprechen wir über die aktuell wirksamen Nöte und filtern die Muster und ihre Entstehung heraus, die diesen zugrunde liegen. Dabei ist es für mich unabdingbar, jede Wertung außer Acht zu lassen und die Aussagen ausschließlich auf ihre Ladung und ihre Wirkungskraft hin zu betrachten.

Allein dieses Gespräch hat oft bereits lösende und heilende Wirkung.

Biografisches Arbeiten
Im weiteren Verlauf spüren wir entweder im fortgesetzten Dialog oder während einer von mir durchgeführten schamanischen Reise die betreffende konkrete Erfahrung in der Biografie des leidenden Menschen auf. Außerdem untersuchen wir die Gestaltung der Lebensmuster: welche Ereignisse im Leben scheinen sich zu wiederholen? Welche Handlungsweisen wiederhole ich? Weshalb kann ich nicht anders reagieren?

Unterstützung aus der geistigen Welt. Der sogenannte Medizinrad-Prozess bietet sodann kraftvolle Unterstützung, indem er das geistige Umfeld der Klient*innen beleuchtet, auf Sehnsuchte und Widerstände eingeht sowie die eigenen Stärken betont. So führt er nicht nur zu einer Bewusstwerdung der Klient*innen über seinen Status Quo, sondern verändert oft die Selbstbeziehung deutlich zum Positiven. Gelassenheit und gesteigertes Mitgefühl für sich können sich einstellen.
Das selbständige schamanische Reisen
Spätestens jetzt führe ich die Klient*innen in die Kunst des schamanischen Reisens ein. Ziel ist, den Kontakt zu den persönlichen geistigen Verbündeten (wieder) herzustellen: Krafttiere, Ahnengeister, Geisthelfer und -Führer werden fürderhin die Arbeit unterstützen.

Schamanische Reisen und Seelenbilder
Anschließend mache ich eine gezielte Reise zu den zuvor im Erstgespräch geschilderten Brennpunkten des seelischen Leids und suche die während der Erfahrung abgespaltenen Seelenanteile auf. Hierbei führt mich mein Mitgefühl als seelische Kraft. Die vorgefundenen Seelenbilder berichte ich auf schonende Weise, um dann mit den Klient*innen zusammen eine Seelenreise zu diesen Anteilen zu machen - hierfür ist natürlich eine gewisse Stabilität der Psyche der Klient*innen Voraussetzung.

Selbstverantwortung und eigene Handlung
Hier findet nun eine reintegrierende Kommunikation des Reisenden mit seinen verlorenen Seelenanteilen statt. Die Klient*innen gewinnen darüber hinaus die Möglichkeit, das Drama des verlorenen Seelenanteils durch liebevolle Veränderungen des Seelenbildes positiv zu beeinflussen. Die Klient*innen gewinnt eine andere als die Opferperspektive.
Übergabe und Übernahme des Seelenanteils
In Folge berge ich die Seelenanteile in meinem persönlichen Energiefeld, reise mit dem Leidenden zurück und gebe sie mit meinem Atem über das Kronen- und das Herzchakra in die Aura der Klient*innen. Die Seelenanteile werden mit einem Willkommenslied begrüßt.

Nachbereitung
Es hat sich erwiesen, daß für die dauerhafte Integration von Seelenanteilen eine Nachbereitung häufig unerlässlich ist. In ein bis zwei Folgesitzungen arbeiten wir die persönlichen negativen Glaubenssätze aus, die dem alten Kompensationsmuster nach Seelenanteilverlusten entsprechen und konfrontieren die eigenen geistigen Verbündeten damit, in dem wir sie bitten, uns ihre Sichtweise zu schildern: hier finden die Klient*innen Antworten der geistigen Welt, die in ihrer Klarheit und aus der Liebe heraus oft sehr verblüffend sind.
In dieser schamanischen Reise bitten die Klient*innen außerdem darum, daß die Verbündeten ihnen ein Symbol zeigen, welches die negativen Glaubenssätze versinnbildlicht.
Ritualarbeit
In den folgenden Tagen setzen die Klient*innen dieses Symbol in die physische Welt, indem er es nur aus Naturmaterialien (mit so wenig Unterstützung durch andere Hilfsmittel wie möglich und ganz allein) anfertigt. Zum Schluß entwickeln wir ein Ritual, um das Symbol mit Hilfe der vier Elementarkräfte zu transformieren.

Diese Arbeit wird begleitet und unterstützt mit Räucherungen und indianischen (Lakóta) Heilungsliedern. Außerdem steht es dem Klienten frei, nahestehende Menschen (Freunde, Partner) mit zu den Sitzungen zu nehmen.

Hier ist es nötig, auf Folgendes hinzuweisen: Seelenanteilrückholungen arbeiten ohne jede psychische Diagnostik und ersetzen auf keinen Fall eine fachpsychologische Therapie. Allerdings kann beides parallel laufen und sich durchaus gegenseitig untersützen.

Das Vorgespräch, sofern es noch nicht zur eigentlichen schamanischen Ritualarbeit kommt, dauert etwa zwei bis drei Stunden - ähnlich wie die nachfolgenden Sitzungen. Die weiteren Sitzungen kosten wie das Vorgespräch pauschal 100 Euro, für Menschen mit schmalem Geldbeutel 80 €. Normalerweise ist bei den Folgesitzungen im Zuge der Glaubenssatzarbeit ein separates und erneutes Vorgespräch nicht notwendig.

Die Behandlung kann sowohl bei mir als auch bei den Hilfesuchenden Zuhause erfolgen. Im letzeren Fall erhebe ich für die Fahrt einen Unkostenbeitrag von 10 € bis 20 €, je nach Entfernung bzw. Fahrzeit.