Inipi. Auf Deutsch: "Wo sie schwitzen". Indianische Schwitzhütte

 

Termine für 2018 (jeweils von Samstag 15 Uhr auf Sonntag bis ca. 14 Uhr):

 

24.-25.03. Frühlingshütte

23.-24.Juni: Sonnenaufgangshütte zur Sonnenwende. Hierzu siehe den Text weiter unten.

21.-22. Juli

22.-23.September: Herbstanfangshütte

27.-28.Oktober: Ahnenhütte

Die Lakóta-Schwitzhütte

"In that day there will be those among the Lakota who will carry knowledge and understanding of unity among all living things, and the young white ones will come to those of my people and ask for this wisdom. I salute the light within your eyes where the whole universe dwells. For when you are at that center within you and I am that place within me, we shall be as one."

Tashunka Witko - Crazy Horse - Lakota

"From Wakan Tanka, the Great Spirit, there came a great unifying life force that flowed in and through all things - the flowers of the plains, blowing winds, rocks, trees, birds, animals - and was the same force that had been breathed into the first man. Thus all things were kindred, and were brought together by the same Great Mystery."

Chief Luther Standing Bear - Lakota

Vorbemerkung

Die Inipi ist eine indigene Zeremonie; amerikanische Indianer und Weiße streiten sich darüber, ob sie für Weiße abgehalten werden soll

oder gar von Weißen durchgeführt werden darf.

 

Die meisten der traditionellen Vertreter des

Volkes der Lakóta lehnen beides strikt ab.

 

Aus ihrem leidvollen geschichtlichen Kontext heraus

ist diese Haltung nachvollziehbar

und hat auch nichts mit Rassismus zu tun.

 

Dagegen steht die Vision von Archie Fire Lame Deer, Wicaša Waķan (Geheimnismann, „Medizinmann“) von der Lakóta Nation. Sie geht dahin, dass vor allem Europäer für diese Zeremonie erreichbar sind und ihnen damit eine Chance gegeben wird, auch mit dem Herzen zu verstehen, was die Industrienationen Mutter Erde antun.

 

Die Zeremonie, darauf angelegt, Harmonie im Menschen

und in seiner Beziehung zur Welt zu befördern, kann

eine Umkehr durch Einsicht anstoßen.

 

In diesem Sinne bat er auch Europäer, diese Zeremonie zu leiten, nachdem sie intensiv mit ihr vertraut gemacht wurden.

 

Ich verstehe mich als einen dieser Europäer und versuche,

seiner Vision gerecht zu werden.

 

Kritik entsteht häufig auch an dem Punkt, einen finanziellen Beitrag für die Zeremonie zu erheben. Entstanden in einer geldlosen, auf  Tauschhandel basierenden Gesellschaft, galt sie als frei:

die Segnungen dieses Rituals, die ihm innewohnenden Heilungskräfte

sind nicht verkäuflich.

 

Wir jedoch leben in einer Gesellschaft, in der der Tauschhandel durch Geld ersetzt wurde. Darüber mag man denken, wie man will.

Es bleibt eine Tatsache.

 

Dieser Konflikt ist besonders schmerzhaft, wenn es um indianische Zeremonien geht. Ich brauchte lange, um hier zu einer

wahrhaftigen Haltung zu gelangen.

 

Ich mache es so: da die Ausübung des Schamanismus für mich zu einem Vollzeitberuf geworden ist, bin ich auch hier auf diesen geldlichen Ausgleich angewiesen.

Ich will ihn dabei allerdings so gering wie möglich halten.

Zudem möchte ich dem indianischen Gedanken entsprechen,

dass eine Zeremonie nicht zu verkaufen ist,

indem ich niemals Menschen abweisen werde,

weil sie für die Teilnahme an der Zeremonie das Geld

nicht aufbringen können.

Ich sehe das als einen Solidarpakt an.

 

Ich bitte vielmehr die Menschen, die an der Inipi teilnehmen,

mir mein Leben für diese und andere schamanische Arbeiten finanzieren zu helfen, und anderen, die sich die Teilnahme nicht leisten können, diese zu ermöglichen.

Insofern versteht sich der Beitrag als Spende.

Sie fließt in den Kauf von Steinen, Brennholz (große Mengen), in die Pacht der Wiese und die Seminarraummiete.

Meine Zeit erlaubt es mir leider nicht, Steine und Holz zu sammeln.

 

 

Mitakuye ob waniktelo, mit meinen Verwandten will ich leben.

Downloads zur Inipi:

Kola howayinktace, Freund, ich erhebe meine Stimme
Lied zum Einladen der sechs heiligen Richtungen. Wenn ich dieses Lied singe, meist für eine Inipi, dann spüre ich, wie die außerordentlich großen Kräfte der vier Himmelsrichtungen, des Himmels und der Erde zu mir kommen und mich, den Platz und alles, was auf ihm lebt, umhüllen. Und alles spürt: wir sind Verwandte, wir sind verbunden, Teil; wir leben, atmen und wandern, und etwas ist in uns, das niemals sterben wird...

Es will wohl überlegt sein, ein heiliges Lied ins Netz zu stellen. Ich bin mir der Verantwortung bewusst: seid Ihr es auch. Missbraucht dieses Lied bitte niemals! Wenn Ihr das Bedürfnis verspürt, es zu singen: singt es nie nur zum Spaß oder einfach so. Wenn Ihr ernsthaft interessiert seid, dieses oder ähnliche Lieder zu verstehen, meldet Euch bei mir. Wir finden dann einen Weg.
12 14 Kola howa yinktace.wma.wmv
Windows Media Video Format 4.0 MB
Anmeldung Inipi Heine ohne Medizinrad 20
Microsoft Word Dokument 52.0 KB

Mehr über die Inipi

Es zeigt sich immer wieder das Geheimnis: du musst nicht Lakólya (die Sprache der Lakóta) verstehen, nicht mit den Liedern der Zeremonie vertraut sein, und doch heilen sie deine Seele...

 

Und dieses Geheimnis: du magst Sauna hassen, in der Schwitzhütte an deine Grenzen kommen und bereuen, dass du teilnimmst, und doch bist du danach wie neu geboren...

 

Und auch dieses Geheimnis: du denkst vielleicht, daß Steine nicht zu dir sprechen (höchstens zu anderen), und du findest dich unversehens im vertrauten Gespräch mit ihnen wieder...

 

Und jenes Geheimnis: du verschließt jahrelang Dinge in dir und begräbst sie, und dann hörst du dich, wie du sprechend und singend den anderen dein Herz zeigst und dich öffnest...

 

Und auch das: du denkst, du bist allein, und auf einmal siehst du alle anderen in dir, und du weißt, sie haben dich gesehen und gehört und finden dich in ihnen...

 

Und dies: du hast Angst und denkst: das schaffe ich nicht, und danach weißt du nicht, wo sie hin ist, diese Angst...

 

Die Schwitzhütte: eins der kraftvollsten Reinigungs- und Heilungsrituale für Körper, Geist und Seele. Intensiver Kontakt mit den vier Elementen und sich selbst, ein Ritual für die Selbstermächtigung und die Erkenntnis: du bist nicht allein. Zweitagesseminar mit Übernachtung im Tipi oder dem großen Seminarraum.

Beitrag: auf Spendenbasis, üblicherweise um 60 €.

 

Termine für 2016 (jeweils von Samstag 15 Uhr auf Sonntag bis ca. 14 Uhr):

 

19.-20.März: Frühlingsanfangshütte

23.-24.April

21.-22.Mai: Schöpfung und Neuanfang. Mit paralleler Mondhütte geleitet von Cornelia Hannken-Illjes

25.-26.Juni: Sonnenaufgangshütte zur Sonnenwende. Hieru siehe den Text weiter unten

16.-17. Juli

13.-14.August

24.-25.September: Herbstanfangshütte

15.-16.Oktober: Ahnenhütte I

12.-13.November: Ahnenhütte II

 

Zur Sonnenwend-Inipi hier ein paar Hinweise:

  • Treffen ist 19 Uhr im Seminarraum, bitte kommt etwas eher, damit wir dann im Kreis sitzen können. Trommeln und Rasseln sind wie immer sehr willkommen
  • bitte bringt Regenklamotten mit, es soll am Abend noch Schauer geben
  • es sind vier Feuerleute - bringt doch zwei bis vier kleine Gaben für diese Menschen mit
  • wer möchte, kann  ein Zelt aufschlagen (Hinweis: es liegen vereinzelt Schafködel auf der Weide: das ist Natur :-))
  • nachdem alle Vorbereitungen für die Zeremonie abgeschlossen sind, gibt es ein leichtes Mahl, dann besteht die Möglichkeit, zu schlafen und/oder zu beten und zu meditieren. Dazu gibt es ein kleines Feuer im Pavillion
  • wie immer könnt Ihr Gegenstände auf den Altar neben der Hütte legen und sie sich mit der Kraft der Zeremonie aufladen lassen
  • um ein Uhr in der Früh wird das Feuer angemacht. Bevor das geschieht, singe ich ein kraftvolles Morgen-Adlerlied - wer will, kommt dann bitte zügig aus den Federn und eilt frisch zum Feuerplatz
  • um zwei Uhr in der Früh geht es in die Hütte, die Zeremonie selbst dauert etwa drei Stunden. Die Sonne geht um fünf Uhr auf - es ist Schafskälte und vermutlich bewölkt, aber die Zunahme des Lichts ist auch so bewegend und berührend
Die Sonnenwend-Inipi ist etwas besonderes - daher begleiten sie traditionell Menschen, die zwar nicht selbst in die Hütte gehen möchten, aber die Zeremonie am Feuer sitzend unterstützen, indem sie beobachtend wahrnehmen, leise singen, Gebete sprechen und natürlich auch für sich in den Prozess gehen. Diesmal werden es zwei bis vier Menschen sein.
 
Ich bitte die Feuerleute, schon um 16.30 Uhr auf dem Platz zu sein, damit wir gemeinsam die Feuerstelle einrichten.

 

Organisatorisches

 

Information und telefonische Anmeldung bei Andreas Wesemann, 0421 62 73 46 oder Cornelia Hanken-Illjes, 04795 16 67.

Als Beitrag wird eine Spende erwartet (üblicherweise 60 €). Wer wenig Geld hat, zahlt, was er kann. Jedoch gilt: ohne Vertrauen geht nichts…

Feuerleute und Kinder unter 14 zahlen grundsätzlich nichts.

Es kann im Seminarraum, im Sommer im Tipi oder im wetterfesten Pavillon auf dem Platz übernachtet werden.

Die Anmeldung zu den Terminen soll spätestens eine Woche vorher erfolgen. Wenn nicht innerhalb einer Woche vor dem Termin abgesagt wird, erwarten wir, dass ein Spendenbeitrag bezahlt wird, wenn keine Ersatzperson gestellt werden kann.

Treffen ist Samstag um 15.00 Uhr im Seminarraum, bei schönem Wetter im Pavillon auf dem Schwitzhüttenplatz. Dort besprechen wir die anfallenden Vorbereitungen. Die Zeremonie selbst dauert etwa drei Stunden und endet in den Nachtstunden mit einem  gemeinsamen Essen, zu dem alle etwas beitragen.

Am nächsten Morgen gibt es nach dem Frühstück noch eine Feed-Back-Runde, dann räumen wir gemeinsam den Platz auf. Eine kleine Zeremonie beendet gegen 13.00 Uhr die Veranstaltung.

 

Parallel zur Maihütte leitet die Landhüterin und Besitzerin des Hofes, Cornelia Hannken-Illjes, die Mondhütte: eine eigene Hütte gegenüber der Inipi, das Feuer zwischen den beiden. Die Mondhütte steht allen Frauen offen, die mit Visionen, Gedanken oder Projekten schwanger gehen oder die schwanger mit einem Kind sind, oder menstruieren, und allen Frauen, die eine sehr sanfte, nichtsdestotrotz kraftvolle Zeremonie erleben möchten.

Die Hütte ist etwas kleiner und wird so abgedeckt, dass oben eine Öffnung bleibt. Die Mondhüttentemperatur ist moderat: pro Runde werden nur ein bis vier Steine in die Hütte gebracht und kein Aufguss mit Wasser gemacht. Die Luft ist eher trocken. Dafür wird auch bei geschlossener Tür mit den traditionellen Kräutern der sechs heiligen Richtungen gearbeitet, deren geistige Essenz umso kraftvoller wirkt. Bei beiden Hütten beginnen wir die Zeremonie gemeinsam im Redekreis und bereiten alles Nötige zusammen vor. Dann haben die Menschen die Wahl, in welche Hütte sie sich begeben wollen; ab da laufen die Rituale parallel. Die Wechselwirkung ist sehr berührend und zauberhaft. Nach der letzten Tür kommen wir zum Nachtmahl wieder zusammen, und auch das Frühstück am Sonntag und die Feedbackrunde geschieht mit allen. Vor allem die Feedbackrunde finden gemeinsam statt.

 

Ort: Hof Overndiek, 27628 Wulsbüttel, OT Heine,

Heiner Straße 1.

Anmeldung erforderlich.