Jahresgruppen

Projekt 1. "Shamán: Einführung in die Grundlagen schamanischen Heilens"

Selbstbildung auf heiligen Wegen

Neue Gruppe Shamán IV wird zu Herbstanfang initiiert.

Projekt 2. Fortgeschrittenengruppen

Bitte beachten: ein Termin-Update ist erfolgt.

Auf dieser Seite werden Seminare vorgestellt, die für feste Gruppen gedacht sind: die Veranstaltungen des 18 Monate umfassende Kurses Shamán III Bremen und der Fortgeschrittenengruppe, die aus den vorangegangenen Gruppen entstanden sind.

 

Feste Gruppe heißt nicht, dass niemand nach Beginn des Kurses mehr dazu kommen kann. Die Gruppe Shaman III ist noch am Beginn der Reihe: im Mai wird sie das dritte Seminar durchlaufen und im Juni das vierte: bis hierhin ist ein Einstieg noch immer möglich. Im Anschluss an das vierte Seminar ist ein solcher Einstieg nur noch nach Absprache mit allen Gruppenmitgliedern machbar.

 

Voraussichtlich wird im November 2011 die Gruppe Shamán IV ihren 18 Monate umfassenden Lauf beginnen. Hier können sich entsprechend auch Menschen anmelden, die keinerlei Vorerfahrungen mit Schamanismus haben.

 

Etwas anders ist es mit den fortgeschrittenen Gruppen: hier besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, dazu zu kommen, jedoch müssen dafür bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.

 

Näheres findet ihr unter dem Menüpunkt "Aktuelles/Vorankündigungen in der oberen längslaufenden Menüzeile.

1. "Shamán IV Bremen. Einführung in die Grundlagen schamanischer Arbeit"

 

 

 

 

 

 


 


 

 

 

Die Gruppe ist ausgebucht, eine Warteliste existiert, auf der sich zurzeit zwei Personen befinden.

  • Inhalte (siehe hier den Menüpunkt "Samán - die Ausbildung" in der oberen Menüleiste)
  • Ziele (s.o.)
  • Team
  • Veranstaltungsorte
  • Termine
  • Buchungskonditionen

 

Die Seminarreihe richtet sich sowohl an Menschen, die

  • allgemein ein ganzheitliches Verständnis über unsere Welt gewinnen möchten und für die Schamanismus einen gültigen Ansatz darstellt,
  • eine Haltung der Welt gegenüber einnehmen möchten, die geprägt ist von Achtsamkeit, Respekt, Ehrfurcht, Freude, Toleranz und hoher Ethik, ohne sich auf eine bestimmte Religion oder Ideologie einlassen zu wollen,
  • als auch an Menschen, die selbst an Heilungsprozessen interessiert sind, sei es, weil sie sich selbst in einem solchen befindlich sehen, sei es, weil sie das Wissen zum Wohle anderer einsetzen möchten, ob beruflich oder privat
  • und an Menschen, die selbst wissen, dass sie eine wie auch immer geartete schamanische Gabe besitzen und diese in ihr Leben zu integrieren wünschen.

 

Die Ziele sind

 

- im Bereich der Selbsterfahrung:

  • Gewinn einer ganzheitlichen Perspektive auf das eigene Leben, Sinnfindung
  • Veränderungen der Haltung sich selbst gegenüber: Verantwortlichkeit, Tatkraft, Kreativität, Lebensmut und -Freude, Berufung
  • visionäre Kraft für das weitere Leben
  • Integration und Transformation der Lebensängste
  • Kompetenz und Stärkung der Selbstheilungskräfte
  • Entfaltung des Geistes: Anbindung an die geistige Welt

- im Bereich heilerische Tätigkeit:

  • Entwicklung von Ethik und Verantwortung:
    • Rechtliche Bedingungen für die öffentliche Praxis
    • Ethik im Handeln
    • Mandatsklärung und Verträge
    • Gebühren
  • Bewusstwerdung der spirituellen und fachlichen Grenzen:
    • Selbstschutz
    • Klientenschutz
    • Klärung der Kompetenzbereiche

 

  • Menschenkenntnis und Gesprächsführung:
    • Vorgespräch und Analyse
    • Eingangs- und weitere Transaktionen und ihre Analyse
    • wertfreie Ansätze, Validation
    • Führung ohne Gefälle
    • Eigenverantwortlichkeit bewahren
    • Vermeidung von Abhängigkeiten
  • Entwicklung eines gleichgewichtigen Empathievermögens:
    • Mitleid versus Mitgefühl
    • Identifikation und Übertragung
    • Prozessbewusstsein
    • Geduld
  • Kompetenzen im Bereich Ritualarbeit:
    • Erfahrung und Anwendung ritueller Arbeit
    • Respekt vor dem indigenen Erbe
    • Respekt vor dem eigenen Erbe
    • Entwicklung eigener Rituale
    • Differenzierung und Entscheidungsfähigkeit: wem, was, wann, womit, wofür?
    • Wahrnehmungsschulung
  • Nachbereitungen der Kurse:
    • Skripte
    • Kleingruppenarbeit außerhalb der Seminartermine
    • Hospitationen
    • Supervision
    • Coaching

Am Ende der Seminarreihe soll die Entscheidung getroffen werden können: bleibe ich mit dem erworbenen Wissen und der Erfahrung bei mir und meinem privaten Umfeld, oder gehe ich damit nach Außen und arbeite als Heiler? Im letzteren Fall wird die Wahrnehmung von Supervision, Hospitationsangebot und Coachingsitzungen dringend empfohlen; dieses Angebot gilt bei Bedarf natürlich auch für den ersteren Fall.

 

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Supervisions- bzw. Hospitationsangebote während und nach der Seminarreihe:

  • Hospitation bei meinen Klientensitzungen (nach Klärung mit den Klienten) mit anschließender Evaluation. Erstbeitrag 20 Euro, Folgesitzungen 10 Euro        
  • Hospitation bei Euren Klientensitzungen, Evaluation. Beitrag 20 Euro
  • Vorbereitung auf Klientensitzungen. Beitrag 10 Euro/Stunde
  • Supervisionsgespräche. Beitrag 15 Euro/Stunde
  • Themenbezogene Coachingsitzungen:
    • Ethik Mandate, Gebühren und Verträge
    • Selbständigkeit/Existenzgründung als schamanischeR HeilerIn. Beitrag 60 Euro/bis zu drei Stunden
    • Gemeinsame Seminarvorbereitung und Ausarbeitung. Beitrag 20 Euro/Stunde
  • Begleitung von Kleingruppenarbeit untereinander. Beitrag 10 Euro/Stunde

 

Die Inhalte können den Bedürfnissen der Gruppe angepasst und gemeinsam entsprechend verändert werden. Das hier ist keine Autobahn, sondern eine Wanderung.

 

Rechtliches und Buchungsbedingungen

 

Bei Vollbuchung – alle 12 Seminare – beträgt die Seminargebühr 160 Euro. Die Module sind als Teilbuchung einzeln buchbar (Seminargebühr dann 180 Euro). Auch einzelne Wochenenden sind buchbar, jedoch mindestens drei (Seminargebühr 180 Euro).

 

Es gibt keine fortlaufende Zahlungsverpflichtungen: es wird nur das Seminar bezahlt, was gebucht wurde. Bei anfänglicher Teilbuchung besteht die Möglichkeit, eine Vollbuchung nachträglich vorzunehmen. Darauf wird die Überzahlung der bereits besuchten Seminare erstattet.

 

Zahlungen sind spätestens eine Woche im Voraus fällig. Bei Krankheit oder anderen nicht persönlich zu vertretenden Gründen wird eine Stornogebühr von 40 Euro einbehalten, der Rest der Seminargebühr wird erstattet. Bei kurzfristiger Absage (eine Woche vor Seminarbeginn) aus persönlich zu verantwortenden Gründen wird die Seminargebühr jedoch nicht zurückgezahlt. Solche Gründe sind: Terminverschiebungen privater Natur, Feiern wie Geburtstage (jedoch keine Trauerfeiern oder Beerdigungen), Hochzeiten, Vereinsfeiern, Ausfall des eigenen Verkehrsmittels (jedoch nicht Zugausfälle) u. ä.

 

Diese Bedingungen sollen die eigene Entscheidungsfreiheit bewahren helfen, gleichzeitig aber die Gruppe in ihrer Kontinuität schützen.

 

Verantwortlichkeit: die Teilnahme am Seminar dient der Selbsterfahrung und ist kein Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen unterliegen alle Teilnehmer der eigenen Verantwortlichkeit. Die Anweisungen der Seminarleitung sind als Vorschläge zu verstehen, die Teilnehmer folgen ihnen aus freiem Willen und nur so weit, wie sie diese selbst verantworten können. Für Schäden, die die Teilnehmer sich selbst oder anderen Personen, auch Dingen zufügen, so wie für jedes Risiko, dass sie eingehen, haften sie allein. Eventuell bestehende, von Fieber oder Atembeschwerden begleitete sowie andere schwere und/oder ansteckende Krankheiten müssen der Seminarleitung vor Beginn des Seminars mitgeteilt werden.

 

 

2. Die Fortgeschrittengruppe Bremen 

Fortgeschrittenengruppe Intensivarbeit Schamanisches Heilen.

 

 

Ein Termin-Update für alle projektierten Seminare der FG ist erfolgt: bitte die neuen Termine beachten.

 

Die Fortgeschrittenengruppe Schamanismus Bremen I, hervorgegangen aus der 18monatigen intensiven praktischen wie theoretischen Arbeit mit den Grundlagen schamanischen Heilens sucht zwei bis vier Menschen, die einsteigen, um die Reise weiter zu führen.

 

Wir bringen Dir entgegen:

  • viele offene Arme
  • eine starke Gruppe, beseelt vom Geist des Respekts, der Solidarität und dem Wissen, daß nur geteilte Kraft weiter lebt
  • den Wunsch, Dich an allen erarbeiteten Schätzen und unserer Erfahrung teilhaben zu lassen
  • den Willen und die Bereitschaft, mit Dir tiefer und tiefer einzutauchen in die schamanische Weltsicht
  • die Bereitwilligkeit zu gemeinsamem geistigen Wachstum (siehe unten...).


Wir erwarten von Dir

  • die Fähigkeit, sich tieferen seelischen Prozessen zu öffnen und auch Deine Schattenseiten anzuerkennen
  • Selbstverantwortung
  • einschlägige praktische Erfahrung mit den Grundzügen schamanischer Arbeit
  • eine gewisse theoretische Vorbildung in Bezug auf Schamanismus
  • Verbindlichkeit
  • die Bereitwilligkeit zu gemeinsamem geistigen Wachstum (s.o.).


Wir arbeiten im Plenum, in Kleingruppen, entwickeln Rituale, führen sie durch, diskutieren, protokollieren, analysieren, probieren und und und...immer in Hinblick auf das Wohl aller. Dabei ist es uns wichtig, sowohl eine klientenorientierte Ausrichtung als eine "Alltags"tauglichkeit im Auge zu behalten. Europäische Wurzeln und ethnologische Quellen befruchten uns hierbei, wobei Transpersonelle Psychologie und verwandte Ansätze nicht ausgeklammert werden.

Zurzeit stehen folgende Themenvorschläge zur Diskussion:

 

1. Útiseta: eine von unseren Ahnen überlieferte Methode, mit den Geistern einer bestimmten Region oder eines Hauses in Verbindung zu treten, um von ihnen Wissen zu erlangen. Eine vor allem weibliche Form des "Sehens" von Geistern und Geschehnissen mit einer großen zeitlichen Tiefe. Im Juli 2010 in Heine gelaufen, wird es nun eine Fortsetzung im Sommer 2012 in Heine geben. 

 

2. Bildersprache der Bronzezeit: Abbild anderer Wirklichkeiten im nördlichen Mitteleuropa vor dreitausend Jahren. Ausgangspunkt für schamanische Reisen mit und ohne bestimmte Trancehaltungen sind die Felspiktogramme mit spirituellem Inhalt aus Halland/Schweden. Vorangehend wird mein Bruder Michael uns in die archäologischen und historischen Geheimnisse der Bilder einführen.  Wir machen das in Uelsen in einem wieder aufgebauten Langhaus der Bronzezeit vor ca. 3000 Jahren. Termin: Mai 2012. Internetadresse des Bronzezeithofes: www.bronzezeithof.de/

 

3. Geisterkanu, die große Version. Von jeher setzten schamanische Gesellschaften das Geisterkanu ein, um eine Gemeinschaft von SchamanInnen zu bilden, die zusammen unterschiedliche Ziele verfolgen. Das traditionelle Geisterkanu der Westküsten-Ethnien in den USA und Kanada wurde gebildet, um für und mit den KlientInnen die Beziehungen zwischen diesen und seinen/ ihren Ahnen zu klären. Dahinter steht der uns aus dem Systemstellen bekannte Gedanke, dass sich seelische und somatische Störungen oft aus dem Ahnenfeld heraus entwickeln, wenn dortige Verletzungen nicht geheilt werden konnten und Lebens- und Seelenaufträge  nicht zur Vollendung gelangten. Die Aufgaben des Geisterkanus umfassen entsprechend Reisen zu den Ahnen der KlientInnen und/oder denen der behandelnden Schamanen, um

  • Konflikte im Ahnenfeld aufzuspüren,
  • diese Konflikte beizulegen,
  • eventuelle ungelöste Aufgaben zu erkennen,
  • das Totem des Klienten zu finden und zu versöhnen
Aus diesen traditionellen Aufgabenbereichen heraus entstehen für unser Seminar vor allem folgende Schritte:

 

  • Reise zum Sippengeist der einzelnen Teilnehmer mit dem Fokus, diesen zu finden und ihn zu bitten, sich in seiner spezifischen Gestalt zu zeigen
  • Den Sippengeist mithilfe des Gebets und einer weiteren schamanischen Reise darum zu bitten, das Totem der Ahnenfamilie zu offenbaren
  • Das Totem in Form einer Zeichnung auf ein anzufertigendes Ahnenbrett sichtbar zu machen
  • Mit den Ahnenbrettern ein Kanu zu formen und in das Feld der Ahnen zu reisen, um dort entstandene Lebensblockaden mit Hilfe der Krafttiere u.a. Verbündeten zu erkennen und zu benennen
  • Heilungswünsche/Gebete zu formulieren und mit dem Kanu in das Ahnenfeld zu tragen, um gezielt an Konflikten beteiligten Ahnen Versöhnung zu gewähren und zu empfangen
  • Im Ahnenfeld die bestehenden und die durch Konfliktlösungen/Versöhnungen frei werdenden Kräfte zu empfangen und die damit verbundenen Aufgaben zu erkennen
  • Diese Kräfte in Form von Bildern und Symbolen auf das Ahnenbrett zu zeichnen
  • Die Ahnenbretter erneut zum Kanu zusammenzustellen und eine Danksagungsreise zu den Ahnen zu unternehmen, mit dem Versprechen verbunden, das eigene Leben als ihre Gabe anzuerkennen und die Aufgaben wahrzunehmen

 

Die sich daraus ergebenden therapeutischen Chancen für uns sind also folgende:

  • Identifikation über den Sippengeist
  • Identifikation über das Totem
  • Erkennen von Lebensblockaden und den ihnen zugrunde liegenden Konflikten
  • Versöhnung mit den Ahnen und mit sich selbst
  • Freisetzung und Zugewinn von Ahnenkräften
  • Sinngebungen für das Leben
  • Ein das Leben stützender Pakt mit den Ahnen

 

Dieses Fortgeschrittenenseminar stößt damit in eine in unserer Kultur bislang nur durch das Systemstellen angegangene Lücke. Aus Sicht indigener schamanischer Gesellschaften kranken wir Europäer vor Allem am Abgeschnitten sein von, am Hadern mit und an der Ablehnung unserer/unseren Ahnen. Und wir Deutschen sind hier ja besonders und schuldhaft beladen…

Das Geisterkanu stellt in sich natürlich ein Gruppenritual statt, aus dem aber nichtsdestotrotz auch einzelne Teile für die Einzel-Klientenarbeit extrahiert werden können. Für Familien ist es ideal.

Die Teilnahmegebühr beträgt 160 Euro. Die Übernachtung kann im Seminarraum erfolgen, oder bei entsprechendem Wetter im Tipi oder Pavillon auf dem Schwitzhüttenplatz. Sie ist kostenfrei.

Die Verpflegung ist gemeinschaftlich und dezentral: jede(r) bringt etwas mit (es gibt nur einen Zweiplatten-Herd und keinen Backofen).

Neuer Termin für das Geisterkanu: 20. bis 22.04. 2012


4. Krafttiertanz intensiv (und damit ist wirklich INTENSIV gemeint!). Kommt im Oktober 2012 (in Heine). Wir schaffen uns Masken unserer Tiere und Schamanengewänder/Hemden, an denen wir die Symbole mehrerer Krafttiere befestigen, und machen nach bestimmten Wahrnehmungs- und Verschmelzungsübungen dann den großen Tanz mit den Krafttieren

 

5. Hirschtanz II. Dieses Seminar hat am 04.-05.12.2010 stattgefunden und wird (s.u.) am 03. und 04.12. 2011 in Heine in erweiterter Form fortgeführt. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als für Wiederholer gut.

Der Hirsch ist für den eurasischen Schamanismus ein unverzichtbarer und kraftvoller Helfergeist seit mindestens 40.000 Jahren. Wir beschäftigen uns mit seinen vielfältigen Manifestationen über die Jahrtausende - vom paläolithischen Solutrèen (Höhle Trois Fréres: der Hirschmann vor 18.000 Jahren) über den Herren der Tiere (ebenso altsteinzeitlich) und Cernunnos (Hirschgott in der keltischen Antike), sowie dem Hirschen in der nordischen Mythologie bis hin zum Hirschen als Christusverkörperung seit dem 7. Jahrhundert. Es geht hier also um erheblich mehr als den Hirschen als Krafttier!

Einsteiger in dieses große schamanische Hrundthema bekommen bei der Anmeldung das Skript vom letzten Jahr vorgelegt, damit sie eine Einführung in den thematischen Hintergrund erfahren. In diesem Jahr wird die praktische Seite ausgebaut:

diesmal werden wir das Element des Tanzes verstärken und weitere Wahrnehmungsübungen im Wald durchführen. Hier steht also die Identifikation und die Intensivierung der Verbindung mit dem Hirschgeist im Vordergrund.

Auch hier führen wir Wahrnehmungsübungen durch und schaffen uns Masken für die Umsetzung des Tanzes. Termin: 03. und 04.12. 2011

 

6. Baum-Schamanismus in Heilung und Ritual. 

Das Seminar eignet sich sowohl für Menschen mit einer gewissen Vorerfahrung als auch für Menschen, die noch keine Berührung mit dem Thema hatten. Entsprechend steht dieses Seminar allen offen, die Erfahrung mit dem schamanischen Reisen haben. Absolventen von Shamán I bis III sowie der Kieler Gruppe sind herzlich willkommen.

Basierend auf dem im Mai 2010 stattgefundenen Seminar "Pflanzen und Pflanzengeister bzw. Devas in der Nichtalltäglichen Wirklichkeit" nähern wir uns speziellen Baumgeistern, um sie für uns zu Verbündeten zu machen, und bitten sie, mit uns Rituale zum Wohle von Klienten zu entwickeln. Spezielle Wahrnehmungsübung und schamanische Reisen lassen uns den Zugang finden.  Das Seminar fand im August 2011 statt und wird im August 2012 wiederholt.

 

Seminarexposé:

Jeder Baum ist ein Individuum mit einem persönlichen Geist. Darüber hinaus gehört zu jedem Baum eine übergeordnete geistige Instanz: die Deva bestimmter Baumarten. Die geistigen Felder des Einzelbaums verbinden sich mit dem großen geistigen Feld der entsprechenden Baumart: der Deva. Und diese Deva verbindet sich weiter zu einem noch größeren geistigen Feld, das sich aus allen Baumarten eines bestimmten Ortes ergibt, zum Beispiel einer Baumgruppe oder gar eines ganzen Waldes. Darüber hinaus stehen alle Bäume über diese Felder überregional in Verbindung: der Wald dieses Ortes mit dem Wald jenes Ortes, beide mit dem Park in jener Stadt usf.

 

Es ist ein wunderbares Abenteuer, sich mit dem Baumvolk zu verbinden und ein Verständnis der übergeordneten geistigen Intelligenz voller Weisheit und Güte zu entwickeln. Bäume sind nicht nur die Lunge von Mutter Erde, sondern auch ihre Organe, um Licht und Lichtwesen in sich hinein zu lassen. Sie sind wie ihre Hände, die weit ausgreifend liebevoll alles streicheln und umhegen, was sich auf ihrer Oberfläche und in der Luft an Seelen bewegt. Sie bilden die Brücke zwischen dem Licht über und dem Dunkel unter der Erde. Dabei ist diese große Intelligenz klar und sinnvoll geordnet: jeder Standort eines Baumes verrät uns etwas über den Zustand des Fleckens Erde, auf dem sie wachsen.

 

Und doch gibt es einzelne unter ihnen, die diese Ordnung durchaus streng und genau behüten, Wächterwesen, die bestimmte vom Baumvolk bewohnte Gebiete schützen. Und es gibt Baumgeister, die speziell uns Menschen Grenzen setzen und uns vor Übergriffen warnen.

 

Andere wiederum sind einladende Wesen, die gerne mit uns zusammen arbeiten und an ihrem Wissen teil haben möchten, bereit, zu ihrem und unserem Nutzen eine seelisch-geistige Berührung zuzulassen.

 

Sechs praktische Übungen zur Verfeinerung unserer Wahrnehmung und zwei schamanische Reisen sollen an diesen Tagen uns in die Lage versetzen, unseren Geist mit dem Geist bestimmter Bäume zu verbinden. Wir bitten ausgewählte Bäume, sich uns auf der geistigen Ebene zu offenbaren und uns ihr Wesen jenseits der phytotherapeutischen Aspekte zu zeigen. Ziel soll es sein, ein schamanisches Begreifen, ein tiefes Verstehen des Geistes der Bäume zu erlangen und vielleicht einen Verbündeten aus dem Volk der Bäume zu gewinnen. Nicht über Bäume reden, sondern mit ihnen, das ist die Absicht.

 

Die Übungen und schamanischen Reisen bauen aufeinander auf.

  • Wahrnehmungsübung I: „Geruch und geistige Regung“. Der Geruchsinn ist wohl der älteste sinnliche Zugang zur Welt und ist von seinem Wesen her dem Geistigen sehr nah.

 

  • Wahrnehmungsübung II: „Der Schwitzhüttenplatz: Alles steht in Beziehung zueinander.“ Eine Hör-Meditation. Der Hörsinn führt die Welt tief in uns hinein: wohl kann man die Augen schließen, aber nicht die Ohren. Den Bäumen zu lauschen ist leichter, als wir denken...

 

  • Wahrnehmungs-Übung III: „GRÜN“. Mit dieser Übung verlassen wir die alltägliche Wirklichkeit und atmen die Essenz der Bäume, als Qualität "Grün", tief in uns hinein und nehmen sie in uns auf, werden selbst "Grün"...

 

  • Schamanische (Erkundungs)reise I: „Ein Baum spricht zu dir“. Hier lassen wir uns von einem Baumwesen in der nichtalltäglichen Wirklichkeit finden und uns auf der emotionalen Ebene ansprechen...

 

  • Wahrnehmungsübung IV „Geistige Dialoge mit Bäumen“. Wir setzen die Arbeit fort, indem wir das Baumvolk besuchen und, vorbereitet durch die vorangegangenen Übungen, in einen geistigen Dialog mit den Baumwesen ein. Gesang und Gebet verändern dabei unsere Beziehung zu diesem Volk...

 

  • Wahrnehmungsübung V, Teil a.): „Dialog mit einem Baum – Bitte um eine Gabe“, anschließend Teil b.): Schamanische Reise II: „Ein Baumverbündeter in seiner geistigen Gestalt“. Hier führen wir ein überliefertes Verfahren durch, das uns in den Stand setzen soll, Heilungswissen von einem Baum zu erlangen. Dabei ist nicht die Ebene der phytotherapeutischen Eigenschaften gemeint (ohne die Bedeutung dieser Ebene herabsetzen zu wollen), sondern rein geistige Eigenschaften eines Baumes in der nichtalltäglichen Wirklichkeit...

 

  • Wahrnehmungsübung VI: „Wenn ich mit den Dingen einig bin, verstehe ich die Dinge nicht, sondern sie verstehen mich“ (Brecht, Herr Keuner). Danksagung und Einblick in die Ordnung des Baumvolks: wie stehen sie zu mir, wie nehmen sie mich wahr?

 

Am Abend des ersten Seminartages versammeln wir uns im Tipi und tauschen am Feuer Wissen und Geschichten über Bäume aus.

 

Das Seminar wird im August 2012 wiederholt.

 

7. Pflanzengeister II: Arbeit mit dem Geist pflanzlicher Verbündeter. Verschmelzung  mit pflanzlichen Helfergeistern, hier mit der Gewichtung auf Kräuter. Vorläuferseminare fand statt im Mai 2010 und Juni 2011 in Heine, und werden  im Juni 2012 erweitert und fortgesetzt. Auch hier ist die Teilnahme am Vorläuferseminar keine Voraussetzung.

 

8. Runen I und II. Das schwierige Erbe. Der Zugang zu dieser Quelle schamanischer Arbeit ist deutlich belastet und erschwert durch die jüngere Vergangenheit. Im ersten Seminar schauen wir uns die ältere und jüngere Geschichte der Runen an und setzen uns kritisch mit den esoterischen Adaptionen zwischen 1870 bis heute auseinander. Außerdem beschäftigen wir uns mit der verfälschenden Ideologie des Runenmissbrauchs im Faschismus.

  • wir arbeiten auf spielerische Weise mit dem Runenorakel,
  • widmen uns einer kontemplativen Betrachtung einzelner Runen,
  • träumen und
  • singen sie,
  • wir machen erste Erfahrungen mit Runen-Trancehaltungen,
  • legen Runen und beobachten ihre Wirkung auf unsere Seele,
  • wir erproben Runenarbeit in einem Klientensetting

Im zweiten Seminar gehen wir auf verschiedene Weisen auf die Suche nach den für uns wichtigen Runen. Hier soll es also darum gehen, die eine persönliche Rune zu finden, jeweils als Ausdruck für:

  • deine Seelenschwingung (Runengesang)
  • deine Schutzkräfte (schamanische Reise)
  • deine Persönliche Kraft: Wyrd und die Nornen – wer war ich, wo bin ich, was werde ich sein? (Ahnenreise, Wahrnehmungsübungen draußen)
  • Heilmittel für sich und andere (Trancehaltungen)

Es geht demnach um vier zu findende persönliche Runen. Sie zu finden, setzen wir die in Klammern gesetzten Mittel ein, also schamanische Reisen u. a. in Trancehaltungen entsprechend der Runen, sowie das Erkennen von Runen in der Natur.

Außerdem möchte ich gerne mit Euch ein altes Feuer-Runenritual – eine Art Gebet – durchführen – wenn das Wetter es zulässt (im Pavillon auf dem Schwitzhüttenplatz).

Beide Seminare sind einzeln buchbar, die Teilnahme an Runen II hat nicht die an Runen I zur Voraussetzung. Auch hier gibt es den Blockbucherpreis von 240 Euro. Termine: Runen I am 18. und 19.02. 2012. Runen II am 03. und 04. März 2012 in Heine.

 

9. Unerlöste Seelen II. Wir setzten uns im Seminar I damit auseinander, was es mit diesem weit verbreiteten und ausgeprägten mythologisierten Phänomen (vorchristliche, christliche, spiritistische, esoterische sowie parapsychologische und psychologische Deutungen) auf sich hat. Dabei möchte ich im zweiten Teil des Seminars gerne dem systemischen Ansatz besonders viel Aufmerksamkeit widmen: welche Menschen begegnen diesen unruhigen Geistern, wann und warum, welche gemeinsamen Geschichten verknüpfen sich hier? Auf diese Art nähern wir uns dem Charakter dieser Erscheinungen und entwickeln Lösungsansätze. Fand im Februar 2010 statt. Termin: Sa 26. bis Fr 27.11. 2011.


10. Medizinrad II. In diesem Seminar wird ein besonderer Aspekt des Medizinrades aufgegriffen: seine Fähigkeit, geistige Kräfte physisch als sichtbares, berührbares Zeichen in unsere Welt hinein zu schaffen.

Hier geht es weniger um das Erfahren der archetypischen Kräfte des Steinrades und auch nicht um eine diagnostische Arbeit, wie wir das im ersten Medizinradseminar erarbeitet haben, sondern um die sozusagen positive Ergänzung zur Diagnostik.

 

Das Steinrad als ein Ort, der Kräfte bündelt, ist wie eine Nahtstelle zwischen der geistigen und der physischen Welt anzusehen. Und es ist ein aktives, dynamisches Abbild der Welt. Was ich an geistiger Kraft in diesen Kreis hineingebe, an Gebeten spreche, in Form des Trancetanzes und der Trancereise wahrnehme, kann durch das Steinrad physische Gestalt annehmen.

 

  • Wir träumen am Rad und finden unsere persönliche Medizin: „Was ist persönliche Kraft? Was ist das Besondere an meiner Kraft? Welchen Auftrag gibt mir meine Seele durch diese Be-Gabung? Also: wer bin ich für die Welt?“
  • Wir sprechen diese  Visionen aus und beten um ihre Wahrhaftigkeit. Wir machen mit diesem Gebet einen Vertrag mit der geistigen Welt.
  • Wir singen und Tanzen diese Vision.

Wir wählen aus den uns gegebenen Kraftobjekten eines oder mehrere aus, oder schaffen es uns, und geben das Objekt in das Rad hinein. Wir lassen dabei die Geister entscheiden, an welcher Stelle des Rades diese Medizin besonders wirksam ist. Und damit geben wir unsere Kraft und unser Selbst hin: an diese Welt.

Eine praktische, sichtbare, fühlbare Liebeserklärung an uns und an Mutter Erde. Und was auf praktische Liebeserklärungen hin geschehen mag, wissen wir ja…

 

Zweitagesseminar: von Samstag 10 Uhr bis 18 Uhr, von Sonntag 09.30 Uhr bis 16 Uhr. Anreise je um 09.30 Uhr und um 09.00 Uhr.

Kosten: 160 Euro. Gemeinschaftliche Selbstverpflegung. Übernachtung im Seminarraum kostenlos.

Termin: 15. und 16.10. 2011 in Heine.

 

11. Die Seelenanteilrückholung II 

 

 

Wiederholende Vertiefung und Weiterführungen. Biografische Arbeit, SAR, negative und positive Glaubenssatzarbeit am Medizinrad“

Vorstellung eines heiligen Landes: Seelenorte. Shangrila, Heilige Jagdgründe, Paradies, Helgoland. Seelenorte als kultureller Archetypus und ihre Bedeutung (Heilsort und Götterwohnung). Beispiel des Geistertanz-Phänomens. Der „Zwischenlager“-Aspekt als Teil der SAR einiger nordasiatischer Völker.

 

Schamanische Reise: Das Seelenland.

 

Erfahrungsberichte I: Die eigene SAR. Begleitende kritische Würdigung

 

Erfahrungsberichte II: SAR aus eurer Sicht als behandelndeR SchamanIn. Begleitende kritische Würdigung, Flippchart.

 

Erfahrungsberichte III: SAR in meiner schamanischen Praxis. Modellhafter Ablauf kommentiert und gewürdigt durch die Gruppe. Ausarbeiten der Vorgangsweisen im Plenum.

 

  • Termin I: Biografisches und diagnostisches Gespräch unter Einbeziehung meines Systems und Diskussion.
    • Einbindung des Klienten in die großen Kräfte.
    • Einbindung der Krafttiere und anderer Geistiger Verbündeter des Klienten mithilfe schamanischer Reisen

 

  • Termin II: Spezifische Biografische Arbeit. Bei Bedarf Wiederholung der Verbündetenarbeit
    • SAR Reisen I und/oder II, Berichte
    • Hinweise zum Umgang mit den Seelenanteilen, Bitte um Anfertigung einer Liste mit negativen Glaubensmustern

 

  • Termin III: Glaubenssatzarbeiten. Herausarbeiten der den Glaubensmustern zugrundeliegenden Glaubenssätze und Verdichtung auf einen zentralen Satz
    • Glaubenssatzreisen I und II (ev. In einer Reise zu leisten): Verbündete und der Glaubenssatz, sowie diesen zum Symbol verdichtet als Geschenk der Verbündeten,
    • klärendes Nachgespräch.

 

  • Termin IV: Transformationsformen des Glaubenssatzes. Parameter des entsprechenden Rituals darstellen.

 

  • Termin V und folgende (0ptional): Aufbau neuer Muster mithilfe der geistigen Welt, in Form von Ritualen (Medizinrad), Gesprächen und praktischen Aufgaben im Alltag.

 

Gruppenarbeit Schritt I: Biografische Vorarbeiten mit Notizen. Kleingruppen mit Rollenverteilung: Klient, Schamane, Beobachter.

Gruppenarbeit Schritt II: Diagnostisches Reisen. Wo ist der Seelenanteil? In welcher Verfassung? Bericht an die Klienten. Vorbereitung zu Teil III: wie kann der/die Behandelnde zusammen mit den Klienten das Seelenbild ändern? Kontakt, heilende Schritte und magische Sätze ausarbeiten.

Gruppenarbeit Schritt III: Die Parallelreise. Lager für Klienten bereiten, Räuchern und Einladen der Verbündeten, Durchführung. Die Anteilrückholung: Einblasen der Seelenanteile und andere Methoden der Übergabe. Kritische Würdigung.

Gruppenarbeit Schritt IV: Negative Glaubenssatzarbeit. Das Klagelied. Antwort der Verbündeten und ihr Geschenk: das Symbol für die Transformation.

Gruppenarbeit Schritt V: Positive Glaubenssatzarbeit. Medizinradprozess: was ist meine persönliche schamanische Medizin? Welche schamanische Medizin gebe ich der Welt? Termin: Voraussichtlich im November 2012 in Heine


12 Die Kunst des Trommelns. Das schamanische Trommeln umfasst noch einiges mehr als die Reiserythmen: Kommunikation mit den Geistern, unter den Menschen, die Trommel als Verstärker der Stimme, als Anzeiger der waltenden Kräfte...In dem eintägigen Seminar (allerdings bis tief in die Nacht) lernen wir die Möglichkeiten und Grenzen der Trommel zu erweitern. Termin: 28. und 29.07. 2012 in Heine.

 

 

Die Seminargebühren betragen pro WE und Nase 160 Euro. Bei Blockseminaren belaufen sie sich auf 120 Euro pro Seminar, also auf 240 Euro gesamt.

Ich leite die Seminare, delegiere aber gerne Themenbereiche und verstehe mich so auch als Moderator.

 

Lasst es euch doch bitte durch Kopf und Herz gehen...